Bayreuther Gemeinschaft


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Stadtarchiv

Anträge Archiv > 2010

Stadtarchiv: Das fast 400 Jahre alte Bayreuther Stadtarchiv platzt aus allen Nähten. Bei einem Rundgang in den historischen Archivräumen im Spitalhof wurde die Fraktion der Bayreuther Gemeinschaft im vergangenem Jahr von der Leitern Dr. Sylvia Habermann darüber informiert, dass in den Räumen rund 30.000 wertvolle Akten untergebracht sind, die - aneinandergereiht - eine Strecke von 880 Metern ergeben würden. Zum Vergleich: Im Stadtarchiv Bamberg sind Akten und Unterlagen von einer laufenden Länge von neun Kilometern archiviert. In Bayreuth ist seit 1945 keine geordnete Aktenabgabe aus dem Rathaus mehr möglich. Größere Nachlässe können längst nicht mehr aufgenommen werden. Im Rathaus wären zudem noch sieben Kilometer Akten gelagert, von denen nach der Einschätzung der Archivverwalter zumindest ein bis zwei Kilometer "archivverdächtig" wären - wenn der erforderliche Platz zur Verfügung stehen würde. Den unschätzbaren materiellen Wert solcher Dokumente sowie die emotionale und zeitgeschichtliche Bedeutung als "Gedächtnis der Stadt" wird uns durch die Diskussionen nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs deutlich vor Augen geführt. So anheimelnd das Ambiente in den Gewölben des alten Spitals auch anmutet: Bei einer Türhöhe von schätzungsweise 1,60 Meter die in die alten "Pfründerzellen" führen, kann man für die städtischen Archivverwalter auch nicht gerade von idealen Arbeitsbedingungen sprechen. Ich stelle für die Fraktion der Bayreuther Gemeinschaft die Anfrage, ob im Gebäude Richard-Wagner-Straße 21 (neben der VHS und der Stadtbibliothek) auch Raum für das Stadtarchiv geschaffen werden kann, oder ob dies ggf. im Zuge eines möglichen Umzugs des Rathauses II in das Sparkassengebäudes am Luitpoldplatz möglich ist.




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