Hauptmenü
Anträge Archiv > 2010
Neubau einer Mehrzweckhalle und Probebühne auf dem Festspielgelände: Unter der Überschrift "Ein Großcontainer über dem Kindergarten" thematisierte die Süddeutsche Zeitung am 5. August die Planung einer neuen Mehrzweckhalle und Probebühne auf dem Festspielgelände. In dem Artikel des Redakteurs Gottfried Knapp heißt es unter anderem:
"Im Bereich der nördlich anschließenden Personalbauten sollen demnächst die letzten Lücken geschlossen werden. Für diese Aufgabe hatte man anfangs den Berliner Architekten Volker Staab auserkoren. Staab tat, was Architekten gerne tun: Er begradigte mit dem Lineal die Zufälle auf dem Gelände und zog die quasi improvisatorisch in den Hang verteilten Bauten im Osten des Festspielhauses mit einem einheitlich langen Baukörper zusammen, der auch dem Probebühnenkomplex im Norden eine neue rechtwinklige Ordnung gegeben hätte.
Von diesem Generalplan, der das Gelände kasernenhofartig geschlossen hätte, haben sich die Betreiber inzwischen ab und einem Alternativplan zugewandt, der die Wünsche der heutigen Festspielleiterin berücksichtigt. Die Planungsfirma Konzeptbau schlägt im Osten einen langgezogenen gläsernen Riegel vor, der sich parallel zum Festspielhaus von der Restaurants aus nach hinten zieht und am Ende in das von Katharina Wagner gewünschte neue Kindertheater mündet."
Darüber hinaus skizziert Knapp, dass durch die "neue Theaterhalle" und eine weitere "gigantische Probebühnen-Doppelhalle" dem "hart zu ihren Füßen liegenden Kindergarten für alle Zeiten von der Sonne abschneiden" würde.
Zunächst einmal nimmt die Bayreuther Gemeinschaft durch die Zeitungsartikel in SZ, Focus oder Spiegel positiv zur Kenntnis, dass die Anträge für ein Funktionsgebäude auf der Wiese an der Auffahrt zum Festspielhaus endgültig ad acta gelegt wurden. Gleichwohl hat die BG-Fraktion aufgrund des SZ-Artikels zum Sachstand folgende Fragen:
1. Sind der Stadt Bayreuth die beiden beschriebenen Pläne des Architekturbüros Staab bzw. der Planungsfirma Konzeptbau einschließlich der Kosten bekannt?
2. Wurde beim Bauordnungsamt bereits ein Antrag auf eine Baugenehmigung vorgelegt? Wenn ja: Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen und welchen Zeitrahmen stellen sich die Bayreuther Festspiele vor?
3. Die Stadt Bayreuth ist Mitgesellschafterin der Bayreuther Festspiele GmbH. Inwieweit ist der städtische Haushalt in den nächsten Jahren von den geplanten Baumaßnahmen betroffen?
4. Inwieweit ist der Kindergarten an der Tristanstraße von der Planung betroffen?
5. Wie ist der bauliche Zustand und die Kapazität des Kindergartens?
6. Im Mai 2009 meldete die städtische Pressestelle, dass für die Gebäudesanierung am Kindergarten Tristanstraße (bei einem Investitionsvolumen von 100.000 Euro) ein Zuschuss von 88.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung steht. Wurde die Sanierung bereits durchgeführt bzw. das Geld abgerufen?
Untermenü