Bayreuther Gemeinschaft


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Bernd Mayer †

Die Bayreuther Gemeinschaft trauert um Bernd Mayer

Wir können nur dankbar auf die vielen Jahre mit Bernd Mayer zurückblicken. Bernd Mayer wird uns, der Stadt, den Menschen in Bayreuth fehlen. Sein Humor, seine Kritik, sein Charme, sein Ideenreichtum haben unseren Verein geprägt.

Rund vier Jahrzehnte hat sich Bernd Mayer mit außergewöhnlichem Einsatz für das Wohl der Allgemeinheit engagiert.
Bernd Mayer hat die Bayreuther Stadtgeschichte lebendig erhalten. Die "Zeit" schrieb im Jahr 2006: "Wer die ganze Bayreuther Geschichte erfahren will, der gehe zu Bernd Mayer. Mayer weiß, sammelt, publiziert alles Hiesige, aber nicht als Winkelschrat, sondern als Jean Paul verwandter Weltgeist in der Provinz."
Bernd Mayer ist Gründer und Stifter der Bernd-Mayer-Stiftung, sie enthält sein Archiv mit über 100.000 Bildern und Dokumenten über Bayreuth. Bernd Mayer hat seine Stiftung zudem mit einem erheblichen Geldbetrag ausgestattet. Er hat damit sichergestellt, dass ein Stück Bayreuther Geschichte nicht verloren gehen kann.

Bernd Mayer hat eine Vielzahl von Ehrenämtern bekleidet. Er war Wegbereiter und Gründungsmitglied des Vereins Hilfe für das behinderte Kind Bayreuth. Seit 1972/73 ist er einer der beiden Gründer der Vereinigung Kontakt. Fast 40 Jahren hat Bernd Mayer als Resozialisierungshelfer in der Justizvollzugsanstalt Bayreuth gearbeitet.
Er war seit dem Jahr 2005 Vorsitzender des ältesten bayerischen Geschichtsvereins, dem Historischen Verein für Oberfranken. Seit 2000 war Bernd Mayer einer von drei Vorsitzenden der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Hospizvereins, ist Vorstandsmitglied in der Hospizstiftung. Bei einer Vielzahl von Vereinen in Bayreuth hat Bernd Mayer unterstützend gewirkt, auch finanziell, ein großes Aufheben hat er davon nicht gemacht.

Bernd Mayer ist zudem Autor einer großen Zahl von Bayreuth-Büchern, die alle ungewöhnlich gute Verkaufserfolge erzielten. Titel wie "Eine Stadt wird entnazifiziert" oder "Die hau'n jetzt unser Städtla z'samm", sind nur Beispiele. "Bayreuth à la Carte", " Bayreuth Chronik 1989", " Bayreuth - Die letzten 50 Jahre" und "Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert" sind einige weitere.
Bernd Mayer ist zudem eines der wohl schönsten Festspielbücher gelungen. "Sternstunden von Neu-Bayreuth", so der Titel.
Ein halbes Jahrhundert war Bernd Mayer Journalist bei der Lokalzeitung, später beim Evangelischen Pressedienst epd sowie von 1972 bis 2001 als Korrespondent bei der Süddeutschen Zeitung.

Der Heimatkurier ist mit seinem Namen eng verbunden und Bernd Mayers G´schichtla auf der Mainwelle gehören wohl zum Besten, was der lokale Rundfunk in Bayern je hervor gebracht hat.
Durch sein ganzes Lebenswerk zieht sich die Liebe zu seiner Heimatstadt Bayreuth. Seine Erfindung der "BG-Zeitreisen", die den Becher-Saal regelmäßig aus allen Nähten platzen ließen, haben gezeigt, dass Stadtgeschichte interessant sein kann. Sein Erfolgsrezept: Kenntnisreich, Charme und viel Humor.

Bernd Mayer hat für seine Verdienste auf unterschiedlichsten Feldern verschiedene Auszeichnungen erhalten. Im Januar dieses Jahres hat Bundespräsident Christian Wulff Bernd Mayer mit dem Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet. Zur Begründung heißt es unter anderem: "Die Bernd-Mayer-Sammlung ist eine schier unerschöpfliche Fundgrube für Heimatforscher und Geschichtsinteressierte."
Im Jahr 2002 ist Bernd Mayer mit dem Frankenwürfel ausgezeichnet worden. Im Jahr 2003 erhielt er das Verdienstkreuz.
Der Bezirk Oberfranken hat Bernd Mayer im Jahr 1999 mit der Ehrenmedaille des Bezirks ausgezeichnet. Bernd Mayer hat sich als Bezirksrat und Beauftragter für das Bezirkskrankenhaus, aber auch als Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Psychiatriekrankenhäuser für das Wohl seelisch Kranker eingesetzt.
Erst vor wenigen Wochen wurde Bernd Mayer zum Ehrenbürger der Stadt Bayreuth ernannt.

Wir sind dankbar für die vielen gemeinsamen Jahre




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